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Stadtwerke und Volkssolidarität starten Pilotprojekt in Sachen E-Mobilität

Stadtwerke und Volkssolidarität starten Pilotprojekt in Sachen E-Mobilität

Am 28.3. übergab der Energieversorger an den Wohlfahrtsverein ein Elektro-Auto für den Pflegedienst. Damit beginnt ein umfangreicher Praxis-Test.

Radebeul. Die Pflegekräfte der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. (VS) nutzen ab April als erster Pflegedienst im Landkreis Meißen ein Elektrofahrzeug. Zur Verfügung stellen es die Stadtwerke Elbtal GmbH (SWE). Am 28. März übergab Stadtwerke-Geschäftsführerin Annett Müller-Bühren den neuen VW E-Up! an VS-Geschäftsführer Frank Stritzke.

Mit der Übergabe beginnt ein in der Region einzigartiges Pilotprojekt. Bis zu zwei Jahre lang wird der VS-Pflegedienst mit dem VW E-Up! täglich eine Tour bestreiten. Die Route umfasst rund 100 Kilometer, was auch, mit Reserve, der Reichweite des rein elektrischen Kleinwagens entspricht. Nach diesem Langzeittest in der Praxis will die VS entscheiden, ob weitere Elektromobile folgen sollen.

Der VS-Pflegedienst Meißner Umland betreut zurzeit über 300 Pflegebedürftige im Landkreis Meißen. Die Pflegekräfte kommen zu ihnen nach Hause – und das meist mit dem Auto. Rund 30 Fahrzeuge des Pflegedienstes sind deshalb ständig im Landkreis im Einsatz. Bisher sind die Autos mit Gasantrieb unterwegs. Das kostet viel Sprit, trägt vor allem in den Städten zum ohnehin schon großen Verkehrsaufkommen bei und steigert den CO2-Ausstoß. Aus diesem Grund überlegten VS und SWE, was sie gemeinsam durch E-Mobilität tun können. Dabei sollten sowohl ökologische und wirtschaftliche Interessen verfolgt werden. Das Pilotprojekt wurde durch ein Förderprogramm zur Anschaffung von E-Mobilen möglich. Dieses Programm deckt rund 6.000 Euro ab.

Um den Unterschied der Mobilität früher und heute zu veranschaulichen, stellte die VS zum Pressetermin im Weingut Hoflößnitz verschiedene Dienstfahrzeuge aus 60 Jahren Vereinstätigkeit aus. Neben dem neuen VW E-Up! positionierte sie im Innenhof unter anderem einen Trabant 1.1., Baujahr 1989, und einen IFA F 8 mit Holzkarosserie, Baujahr 1957. Auch ein aktuelles Pflegedienstfahrzeug des Typs Fiat Panda ist zu sehen. Mit dieser  Freilicht-Präsentation wird ein kleiner Ausschnitt deutscher Fahrzeuggeschichte sichtbar.

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